Schulung des Vertriebs – Podcast_2015_11_30

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Warum sollte der Vertrieb für das iPad geschult werden?

Hier finden Sie die Links der im aktuellen iPad4productivity-Podcast besprochenen Apps und Tools:

Puffin (Browser für Flash-Seiten)

iRig HD Lightning-Mikro

Zoom IQ7 Aufteckmikro

 


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Hier finden Sie den Gesamt-Themenplan des Podcasts inkl. der in den Episoden besprochenen Links und Trankripte zum Nachlesen.

Ich freue mich sehr über Ihr Feedback und Ihre Themenwünsche. Sie erreichen mich unter unter 030/44 0172 99 und t.jekel@jekelteam.de.


Hier das Transkript der Episode:

(Bitte wundern Sie sich nicht über die nicht schriftreife Sprache. Ich spreche die Podcast frei ein und erstelle daraus erst im Nachhinein das Transkript.)

Schön, dass Sie wieder mit dabei sind bei der fünften und abschließenden Episode des Themenschwerpunkts das iPad im Vertrieb.

Wir haben uns in den vorherigen Wochen angeschaut, weshalb Sie das iPad überhaupt im Vertrieb einsetzen sollten, weshalb es so geeignet ist. Wir haben uns Einsatzbereiche im Vertrieb angeschaut. Wir haben uns die besten Apps für den Vertrieb angesehen und in der letzten Frage uns mit der Frage beschäftigt, wie Sie am besten den Zugriff auf die Daten für den Vertrieb organisieren.

Wenn Sie die anderen Episoden nicht gehört haben, ist das gar nicht schlimm, Sie können gerne mit dieser Episode einsteigen. Ich mache das bewusst immer so, dass die Episoden auch einzeln für sich genommen gut nutzbar sind und falls Sie die anderen noch nicht gehört haben, einfach dann bei Gelegenheit mal reinhören. Sollten Sie länger diesen Podcast nicht gehört haben, dann finden Sie die vielleicht nicht mehr unter ungespielten Episoden, sondern Sie müssen auf Ihrem iPhone auf Feed tippen und dann sehen Sie alle Episoden und Sie können den jederzeit neu wieder abonnieren. Natürlich gratis. Genauso gratis ist für Sie der Hörerservice zu diesem Podcast, also einfach unter www.iPad4productivity.com zum Gratis-Hörerservice anmelden, dann bekommen Sie einmal die Woche einen kleinen iPad-Tipp von mir und Sie erfahren auch, was gibt es neues beim iPad-Coach, beim iPad4productivity-Podcast mit allen Links und dem Transkript der Episode.

Beim Thema Schulung sagen viele doch vielleicht, nah, das iPad ist doch selbsterklärend, da brauche ich doch gar keine Schulung. Yhm, leider doch nicht so ganz. Also was ich immer erlebe, das sind zwei Dinge: zum einen, werden doch alle nicht immer alle Möglichkeiten, die es gibt genutzt. Ich vergleiche das immer gerne mit einem neuen Porsche, der mit 60 Sachen auf der rechten Supr gefahren wird, im dritten Gang. Und ja, Sie können auch ein bisschen schneller mit so einem Gerät fahren, oder wie das mein Freund Achim Zoll vor Kurzem so schön formuliert hat, da gibt es Menschen, die kaufen sich nicht Designer-Küche für 50-60 Tausend Euro und dann machen Sie sich mal Spiegeleier in der Mikrowelle, ist auch vielleicht nicht so, dass die Küche nichts taugt, sondern die Frage ist, dass nicht jeder die Möglichkeiten nutzt, die es dort entsprechend gibt. Das zweite, was ich immer wieder wahrnehme, dass dann sehr uneinheitlich gearbeitet wird. Das heißt, der eine macht es so, der andere macht es anders, und damit haben Sie das Thema, dass die Komplexität nicht sinkt, sondern steigt und auch der Supportaufwand steigt. Also dann fängt jeder an so ein bisschen rumzubasteln und so seine Lösung, die für ihn so die erste passende ist, aber selten passt das dann auch wirklich, gerade in der Zusammenarbeit mit dem Innendienst ist es so, dass man diese Vorträge, Vorgänge dann hinterher gut auch weiter in der Organisation verarbeiten kann. Ich weiß, wovon ich spreche, ich war im Hause Tschibo-Cafeservice auch mal für den Innendienst verantwortlich also deswegen kenne ich die Herausforderungen, die sie haben, wenn Sie von jedem Außendienstmitarbeiter einen Input in einer anderen Form bekommen. Hier ist eine Standardisierung schon wichtig, damit die Vorgänge auch zügig beantwortet und bearbeitet werden können. Und was ich eben häufig auch wahrnehme, dass sich der Außendienstler doch mehr mit der Technik als mit den Kunden beschäftigen und dann entsteht Frust. Also dann werden die Systeme nicht genutzt und gerade wenn es dann auch noch die Möglichkeit gibt mit einem Laptop doch noch zu arbeiten, der nicht abgegeben weren musste, sondern wenn man sich nicht sicher dazu entschieden hat, zu dem was ich Ihnen immer empfehle, nämlich „ipad Only“, sondern man ein zusätzliches Gerät hat, dann wird irgendwann mal das iPad in die Ecke gelegt, dann arbeitet man doch mit anderen Dingen und dafür sind die Dinge schlicht und ergreifend zu teuer. Wie macht mans am besten? Ich empfehle immer und gerade bin ich dabei das wieder mit einem größeren Kunden zu machen, wo wir so etwa über 450 iPad ausrollen werden. Da macht man einen zentral gesteuerten zentralen Rollout und was wir dort machen ist, dass wir bei der Erstausgabe der iPads gleich die Erstschulung machen. Das heißt hier das zu verbinden hat mehrere Vorteile. Zum einen wird gleich richtig gearbeitet, das heißt, es fällt diese Experimentierphase weg, also auch was ich ab und zu mal höre, so nach dem Motto, ach, lass die doch erstmal probieren… das bringt nichts. Erstens ist es ineffizient, das heißt, dann werden nicht die besten Lösungen gefunden, die Leute beschäftigen sich lange mit den Dingen, aber nicht zielführend, das erzeugt Frust. Und was auch nicht gut ist, da hat jemand eine tolle App gefunden, mit der er PDF-Dateien bearbeitet, und dann sagen Sie hinterher, nee, wir haben eine besser, dann müssen Sie ihm das Ding wieder wegnehmen. Und wenn Sie keine Schulung gemacht haben, dann hat er auch nicht verstanden, dass er in den Apps keine Daten organisieren sollte und dann nehmen Sie ihm die App weg, und da nehmen Sie ihm nicht nur die App weg, sondern Sie nehmen ihm auch die Daten weg. Also deswegen ist es wichtig, dass das Thema Datenspeicherung doch ein bisschen anders ist als man das vom PC her kennt und hier ist es wichtig, dass man von vorne gleich richtig arbeitet, und dass man nicht hinterher dann wieder von Null anfangen muss. Also was auch noch ein zusätzlicher Vorteil ist, wenn man mit der Erstausgabe gleich die Schulung macht, man kann auch noch ein paar Einstellungen vornehmen, die man noch nicht per Mobile-Device-Managementsystem ersetzen kann. Das werden zum Glück immer weniger und mit jedem Update des Betriebssystems, mittlerweile unterhalten wir uns über iOS 9, gibt es immer mehr Dinge, die Sie zentral einstellen können, aber es gibt leider immernoch so ein paar die man am Gerät einstellen muss und wenn Sie mal ein paar Hundert oder Tausend iPads ausrollen, dann macht das nicht so richtig viel Spaß, die alle auszupacken und vorher einzustellen. Das kann man bei kleineren Deployments durchaus mal machen, aber bei größeren empfehle ich immer das sogenannte Device-Enrollment-Programm von Apple zu nutzen. Das heißt hier, wie es auf Hochdeutsch so schön heißt, „Out-of-the-Box“ dort zu verteilen. Das heißt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen nur online sein und wenn die anderen online gehen, werden diese Systeme automatisch mit dem zentral entschiedenen Apps einmal verteilt, es kommt ein interner AppStore drauf, wo es optionale Apps gibt und die Einstellungen, die sich zentral konfigurieren lassen, werden zentral schon reingepackt. Und dann wird geschult und es wird auch erklärt, weshalb eben beispielsweise da kein offener AppStore drauf ist. Und wenn Sie das nicht erklären, dann erzeugt das immer Unmut. Dann sagen die Leute, oh ne, das ist ja zu, da will ich ja nicht mit arbeiten, ist ja Blödsinn, da können sie es wieder haben… Dann sage ich, wenn Sie es nicht haben wollen, gebt es her, also ich habe eh schon fünf iPads Zuahuse, aber ich sage mal, ein weiteres kann ich immer gebrauchen. Dann antworten die, das habe ich ja auch nicht mit gemeint. Ja, sage ich, ich hab schon so gemeint und das macht wirklich auch Sinn. Sie haben das vielleicht in den vorherigen Episoden von mir schon gehört, ich bin da recht dogmatisch und aus der Erfahrung von vielen iPad-Einführungen heraus sage ich, denken Sie an einen iPad wie an einen PC. Da würden Sie auch nie auf die Idee kommen, dass jeder dort Software installieren kann wie er lustig ist. Das ist aber erklärungsbedürftig. Und manches ist eben etwas einfacher auf dem iPad, manches ist aber auch ein bisschen schwieriger. Und das ist erklärungsbedürftig. Und deswegen sage ich, machen Sie es gleich vernünftig richtig und schulen Sie dort die ganzen User. Ein wesentliches Konzept, gerade bei größeren Unternehmen, schulen Sie Multiplikatoren oder KeyUser, je nachdem wie Sie das nennen. Also hier ist es immer wichtig die vorher zu schulen, die als Multiplikatoren zu nutzen auch hinterher als Ansprechpartner für die Kollegen und wenn Sie da Kollegen haben, die da schon etwas technikaffiner sind, wenn die sagen, Mensch Heinz, das ist ein tolles System, mach mal, dann ist es vielmehr wert, als wenn das ein externer Trainer sagt, also dann haben Sie das wirklich mal so von Kollege zu Kollegen. Wichtig auch nicht auf der gleichen Ebene, sondern auch auf der disziplinarisch höheren Ebene – die Führungskräfte. Führung funktioniert vor allem durch Vorbild – im positiven wie im negativen Sinne. Und hier ist es ganz ganz wichtig und ich sehe es immer wieder in den Organisationen, wo erst die Mitarbeiter und dann die Führungskräfte die iPads bekommen. Das geht etwas langsamer, als wenn es anders rum funktioniert. Das heißt, Vorgesetzte sollten zuerst die iPads bekommen und die sollten zuerst die Arbeit mit diesen Geräten vormachen und es dann einfordern. Also ich habe gerade ein etwas größeres Projekt, da sind wir jetzt dabei, langsam jetzt auch iPads an die Führungskräfte auszurollen, die auch zu schulen, damit die als Vorbild agieren können. Idealerweise ist natürlich, wenn man sowas im Vorfeld macht, sollten Sie das noch nicht getan haben, dann auf alle Fälle im zweiten Schritt, so wie es bei einem meiner Kunden jetzt gemacht wird. Dann nochmal nachholen und sagen, die Führungskräfte müssen das wirklich produktiv für sich nutzen, um das wirklich in der Vorbildfunktion dann auch in der Mannschaft reinzutragen. Weil wenn iPads nicht genutzt werden, dann liegts erfahrungsgemäß an folgenden Faktoren, dass entweder die technische Lösungen nicht vernünftig funktionieren, dass, Punkt Nummer zwei, die Schulung einfach nicht ausreichend war, oder Punkt Nummer drei, und das ist meistens der größte Hebel, die Führungskräfte es nicht vormachen, nicht einfordern und hier nicht mit der nötigen Konsequenz darauf geachtet wird, dass die vereinbarten Standards und zu nutzenden Systeme dann auch wirklich umgesetzt und genutzt werden.

Ein ganz wichtiges Thema ist auch nicht nur einmalig zu schulen, sondern das Ganze zu einem laufenden Prozess zu machen. Zum einen gibt es immer wieder Neuerungen durch Betriebssystem-Updates, durch App-Updates, zum zweiten, das wissen Sie genauso, einmal gelernt bekommen heißt es nicht, dass man es verstanden hat und dass man es umgesetzt hat. Steter Tropfen höhlt den Stein, oder die Birne, und deswegen ist es wichtig stetig und regelmäßig zu begleiten. Einen wesentlichen Baustein davon haben Sie schon kennengelernt, das Konzept von Multiplikatoren von KeyUsern. Ein zweiter, wesentlicher Baustein, den bezeichne ich als „Blended Learning“, das heißt, ich bin weder ein Freund nur persönliche Trainings durchzuführen, noch ein Freund davon zu sagen, alles ist online, sondern kombinieren Sie verschiedene Wege, verschiedene Medien. Also die, die ich im Regelfall bei meinen Kunden kombiniere, sind Webinare, die man auch idealerweise aufzeichnet. Es gibt auch die Möglichkeit die Präsenztrainings aufzuzeichnen, also wenn ich Trainings mache, sage ich immer, Leute, können wir mal die Kamera mitlaufen lassen, dann können wir das hinterher kleinschneiden und zur Verfügung stellen. Es gibt die Möglichkeit von Telko‘s, also Telefonkonferenzen, die Möglichkeit ist auch sehr schön, sie in regelmäßige Meetings zu integrieren, also einer meinen Kunden hat jeden morgen ein kurzes viertelstündiges Vertriebsmeeting und da wird dann immer so fünf Minuten, Flash-Training heißt es dort, hier jeweils ein kurzes Thema thematisiert. Und das macht erfahrungsgemäß viel mehr Sinn, als wenn man einmal den ganzen Tag macht. Lieber dann gerade in der Nachbereitung regelmäßig kleine „Bits“ und „Pieces“ dort zu machen. Es ist also ganz wichtig, wenn Sie können, mitfilmen, auch wenns noch so kurz ist, dass diejenigen, die nicht dabei sein konnten, wegen Urlaub, wegen Krankheit, das nochmal nachvollziehen können und diejenigen, die dabei waren das auch nochmal sich ansehen können. Also hier ist das Schöne, früher war das Filmen sehr aufwendig, mittlerweile können Sie es ganz pragmatisch und einfach mit einem iPhone, was Sie ohnehin schon haben filmen. Wichtig ist, dass Sie ein vernünftiges Mikro dazu nehmen. Ich packe Ihnen dazu gerne auch nochmal in die Shownotes dazu einen Link eines Aufsteckmikrofons, was ich für das iPad, beziehungsweise für das iPhone nutzte, weil das Bild ist schon ganz gut, aber Sie brauchen auch noch einen vernünftigen Ton, den kriegen Sie meistens nicht ganz so gut hin. Für Interviewssituationen gibt es einen iRig-Mikrofon, was Sie per Lightning anschließen können und es gibt eben von Zoom ein Aufsteckmikrofon, was Sie auch auf den Lightning-Anschluss draufstecken können, wo Sie die Richtung sogar ausrichten können und damit haben Sie ein sehr sehr guten Ton und die Bildqualität kann ruhig etwas schlechter sein, aber wenn Sie eine schlechte Tonqualität haben, das ist wirklich sehr anstrengend, dann ist das Folgen schieriger, deswegen sollten Sie nicht auf die Bildqualität, sondern eher auf eine gute Tonqualität achten. Der Ton ist viel viel wichtiger, damit diese Medien dann hinterher mit Spaß gerne genutzt werden, weil nur so macht das Ganze wirklich Sinn. Wenn Sie dort Aufzeichnungen zur Verfügung stellen, sollten Sie immer darauf achten, dass diese auch auf dem iPad selbst abspielbar sind. Ich erlebe das immer wieder, dass dann hier mit Flash-Technologie gearbeitet wird. Ja, es gibt beispielsweise mit Puffin einen Browser, mit dem Sie auch Flash-Inhalte darstellen können. Man sollte das aber so machen, dass einfach die iPad-gängigen Standards genutzt werden. Also bei Videos zum Beispiel die Formate MP4 oder M4V nutzen, dann haben Sie da überhaupt kein Problem, dass damit abzuspielen. Es gibt doch die Möglichkeit, wenn Sie keine eigene Lernplattform haben, beispielsweise, dort mit einem eigenen individuellen YouTube-Kanal zu arbeiten oder es gibt auch Partner, wie beispielsweise „Smiletoo“, mit denen Sie relativ einfach eine eigene Plattform aufbauen können. Ich betreibe meine eigene Lernplattform auch in Kooperation mit Smiletoo. Also hier gibt es mittlerweile einfache Möglichkeiten, die Sie relativ schnell aufsetzen können, und die auch mit sehr geringen monatlichen Festkosten dort für Sie gut, einfach und günstig zu betreiben sind.

Somit haben wir den Themenschwerpunkt Vertrieb abgeschlossen und wir werden uns im nächsten Monat mit der Frage beschäftigen, was für Sie die besten Apps für die Reise sind. Also, wie üblich, im Wechsel einmal ein eher strategischer monatlicher Schwerpunkt, wie es diesen Monat gab mit dem Themenschwerpunkt Vertrieb und im nächsten Monat wieder ein eher anwendungsorientierter. Wir werden die Frage beantworten, was sind die besten Apps mit denen Sie unterwegs arbeiten können, weil jetztendlich ist es das, was Sie mit dem iPad besonders gut machen können, unterwegs zu arbeiten. Ich persönlich, beispielsweise, habe unterwegs häufig nur meinen iPad-Mini dabei, weil es wirklich sehr kompakt ist und ich dort mindestens genau die gleichen Dinge machen kann, wie mit dem PC. Und wenn Sie den nächsten monatlichen Schwerpunkt gehört haben, dann können Sie das auch. Ich freue mich auf Sie, bleiben Sie dran, Ihr Thorsten Jekel.